Alles meinem Gott zu Ehren

Predigt WGF Alles meinem Gott zu Ehren in St. Pölten und Waidhofen/Thaya
Lk. 10, 1 – 6
 
Evangelium in ICH – Form: Ich mach das ab und zu ganz gerne, dass ich das Evangelium oder eine Stelle der Hl. Schrift in die ICH – Form setze. Dabei erlebe ich viel intensiver:
Jesus spricht mich an, mich ganz persönlich!!!
Du schaust mich an und sagst zu mir: „Die Ernte ist groß, es gibt nur wenig Arbeiter. Du forderst mich auf: Geh in deinen Weinberg.“
 
Wohin soll ich gehen? Wo ist mein Weinberg? Wo will mich Jesus hinstellen?
Ich brauch nicht weit zu gehen. Mein „Weinberg“ ist meine Familie, meine Nachbarschaft, meine Freunde, mein Arbeitsplatz;
Weinberge sind auch die Familien unserer Kinder, zu betreuende Enkelkinder, zu pflegende Familienangehörige, Flüchtlinge in unserer Pfarre, in unserer Gemeinde usw usw usw.
Spüren wir, wie konkret „Weinberg“ für uns, für mich wird!!!
Ich denke, hier brauch ich nicht weiter ins Detail gehen.
 
Ich lade Euch ein, dass sich jetzt jede und jeder von Euch so einen persönlichen Weinberg anschaut. Kurze Pause
 
Da taucht unweigerlich die Frage auf: Erfülle ich die mir zugeteilte Aufgabe, meine Sendung als Getaufte als Gefirmter??? Oder schaue ich über das Naheliegende hinweg, weils unbequem ist, mich grad nicht freut, mir schwerfällt, weils täglich dasselbe ist????
 
Jesus sagt mir weiter, nimm nichts mit, keine Vorratstasche, keine Schuhe, keinen Proviant….
Wie verstehe ich das? „Einfach so wie ich bin. Mit meinen Fähigkeiten, meinen Fehlern, meinen Talenten und Schwächen darf ich DASEIN, darf ich für DICH, für EUCH DASEIN!
Ist das nicht ein Riesen Vertrauensvorschuss: Du kannst das, du schaffst das!
 
„Wenn Du in ein Haus kommst, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!“
Frieden darf ich, dürfen wir bringen - sind wir uns dieser Tragweite bewusst?
Aber wie oft erlebe ich, erleben wir dabei unser Versagen…. Oder wir spüren, dass unser Friedensgruß, unser Angebot nicht willkommen ist, nicht angenommen wird.
 
Wir stehen am Beginn der hl. 40 Tage auf dem Weg nach Ostern hin. Ich will Innehalten und überlegen: wo stehe ich? Welche Weinberge habe ich zu bearbeiten? Ich schaffe mir Raum - zeitlich und örtlich - für mehr Gebet, für das Lesen in der Bibel, alleine oder in Gemeinschaft, für meinen Nächsten.
 
Gerade auch unsere Aktion „GEH BET! Schritte für den Frieden“ will mir Hilfe sein, mich geistig und körperlich in Bewegung zu setzen.
Nehmen wir uns „kleine Schritte“ vor und geben wir uns in der täglichen Gewissenserforschung - könnten wir auch wieder versuchen! – Rechenschaft über unser Tun.
 
Vergessen wir nie, über all unserem Tun, mags noch so bescheiden sein, steht die Zusage die wir in der Lesung gehört haben: „Du bist von Gott geliebt, Du bist von ihm auserwählt!“
„Ich bin von Gott geliebt, ich bin von ihm auserwählt.“
„Ich bin von Gott geliebt, ER hält mich in seinen Händen und lässt mich niemals fallen!“
 
Edith Habsburg